Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Lateinamerika – Freiheit und ihre Feinde [Druckversion]
Lateinamerika – Freiheit und ihre Feinde
Carlos Alberto Montaner muss in Lateinamerika nicht vorgestellt werden. Die Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützte die Vorstellung seines neuen Buches.
Carlos Alberto Montaner
Carlos Alberto Montaner braucht in Lateinamerika keine Einführung. Seine wöchentlich erscheinenden Artikel zur aktuellen politischen Konjunktur auf dem Kontinent und zur Reflexion über Politik machen ihn in fast allen Ländern des Kontinents präsent – allerdings nicht immer beliebt. Als Kubaner mit Wohnsitz in Madrid ist er durch seine Schriften Präsident Fidel Castro ein Dorn im Auge. Er polarisiert häufig genug durch seine Äußerungen die Meinungsbilder in der politischen Debatte vieler politischer Gruppen. Der Stiftung ist er seit Jahrzehnten verbunden und hat in unzähligen Einsätzen durch seine Überzeugungen aber auch durch seinen Stil der Bescheidenheit, der Beharrlichkeit und der Sachkompetenz manche Schlacht für die Stiftung mitgewonnen - auf Konferenzen und in Gesprächen und Auseinandersetzungen mit Meinungsführern in der Politik.
In diesem Jahr unterstützten die Stiftung und das Liberale Netzwerk lateinamerika (Relial) die Vorstellung seines neuen Buches “Die Freiheit und ihre Feinde” mit einer Serie von Veranstaltungen in verschiedenen Metropolen des Sub-Kontinents: Montevideo, Buenos Aires, Santiago de Chile, Lima, Guayaquil. In einer zweiten Etappe wird Montaner im Norden des Kontinents weitere Städte und Länder zum gleichen Thema besuchen. Alle Veranstaltungen wurden von den lokalen Partnern der Stiftung mitorganisiert und zum großen Teil auch –finanziert. Auftakt der Reise waren Veranstaltungen und Treffen in Montevideo, wo die regierende Linksfront mit Präsident Tabare Vasquez den liberalen Kräften im Lande immer weniger Spielraum lässt.
Treffen mit Politikern und Pressevertretern in Montevideo
Die Auftritte von Montaner zeigten allerdings, dass das langjährige Engagement der Stiftung in Uruguay nicht umsonst war, die Organisation der Veranstaltung lag in kompetenten Händen bei unseren ehemaligen Partnern im “círculo liberal”, dem liberalen Kreis, der in Koordination mit dem Büro der Stiftung in Mexiko die Veranstaltungsreihe publikumswirksam in die Öffentlichkeit trug.
Buchvorstellung in Montevideo
In Buenos Aires und Rosario in Argentinien setzte Montaner die Vermittlung seiner Botschaften fort. Hier war der Höhepunkt eine Veranstaltung mit 700 interessierten Zuhörern, die außer Montaner auch den liberalen ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ricardo Lopez Murphy als Referenten sehen und hören konnten sowie ein Panel von ausgesuchten politischen Kommentatoren.
Vor dem Veranstaltungsort, einem Hotel im Zentrum von Buenos Aires, demonstrierte eine Gruppe junger Kuba-Fanatiker, verbrannte US amerikanische Fahnen und verunglimpfte johlend den Buchautor.
v.l.n.r: Ricardo Lopez Murphy, Carlos Escude, Marcos Aguinis
Scherengitter und ein Polizeikordon trennten diese beiden Welten. Die Zeitungen berichteten ausführlich und die politischen Kommentatoren gingen im Nachhinein mit der Regierung Präsident Kirchners über die laxen Sicherheitsvorkehrungen z. T. hart ins Gericht. Er war dies in diesem Jahr nicht die erste tumultartige Demonstration gegen die Vertreter liberaler Positionen und die Person Ricardo Lopez Murphy, die im Panel der Veranstaltung auftraten.
Insgesamt hatte sich Montaner mit seinen Ideen in der Öffentlichkeit wieder einmal durchgesetzt. Der radikalisierte pro-Castro Protest hatten die Mediennutzer im übrigen für die Inhalte der Veranstaltung sensibilisiert.
Auch in der Industriestadt Rosario aus Anlass der Buchvorstellung in den Räumlichkeiten des Stiftungspartners Fundacion Libertad gab es Proteste von Castro Anhängern mit großer Mobilisation der Polizei, aber auch dort war die Veranstaltung gut besucht und die Presse berichtete intensiv. Fernsehen und Tagespresse sowie Radioprogramme kümmerten sich wenig um die vereinzelten Proteste, sie nahmen den Besuch von Montaner mehrheitlich wie einen Leckerbissen auf. Seitenlange Präsentationen und Kommentare und ausführliche Interviews waren in der öffentlichen Meinung präsent - auch nach der Abreise des Autors.
Rüdiger Vincent Graichen Projektleiter Argentinien